Wobie Box Erfahrung

Wobie Box eine Audibox für Kinder

Als technikaffiner Vater einer lebhaften vierjährigen Tochter möchte ich heute von unseren Erfahrungen mit der Wobie Box Classic in der Farbe Violett berichten. Diese Musikbox für Kinder hat seit einigen Wochen einen festen Platz in unserem Alltag erobert. In diesem Bericht erzähle ich aus erster Hand, wie die Wobie Box eingerichtet wird, welche Funktionen und Möglichkeiten sie bietet und wie sie meiner Tochter Türen zu neuen Hörabenteuern öffnet. Dabei beleuchte ich auch ehrlich die Vorteile und Nachteile der Wobie Box – sowohl bei uns zu Hause als auch unterwegs auf Reisen. Außerdem erkläre ich allgemein, was eine Musikbox für Kinder eigentlich ist, warum sie aus meiner Sicht sinnvoll ist, und welche Modelle und Varianten der Hersteller WobiBox anbietet. Alles in einem persönlichen, gut lesbaren Stil, so als würde ich einem befreundeten Elternteil am Spielplatz davon erzählen.


Was ist eine Musikbox für Kinder – und warum überhaupt?

Bevor ich ins Detail zur Wobie Box gehe, lohnt sich ein kurzer Blick aufs Konzept einer Musikbox für Kinder. Vor ein paar Jahren kannte ich so etwas selbst noch nicht. Inzwischen gibt es jedoch diverse kinderfreundliche Audio-Abspielgeräte, die genau dafür gemacht sind, dass schon die Kleinsten selbstständig Musik, Hörspiele oder Geschichten hören können – ohne Bildschirm und ohne komplizierte Bedienung. Als Eltern wissen wir, wie sehr Kinder Musik und Geschichten lieben. Eine Musikbox ermöglicht es ihnen, diese ganz eigenständig abzuspielen, ohne Papas Smartphone mopsen zu müssen oder den Fernseher einzuschalten.

Warum ist das sinnvoll? Aus meiner Sicht gibt es mehrere Gründe:

  • Unabhängigkeit und Selbstständigkeit: Kinder ab etwa 3-4 Jahren möchten vieles alleine machen. Mit einer kindgerechten Musikbox können sie selbst entscheiden, was sie hören wollen, und lernen spielerisch, Geräte zu bedienen – in einem sicheren Rahmen.
  • Weniger Bildschirmzeit: Anstatt auf ein Tablet zu starren, können Kinder mit einer Musikbox hörend in Geschichten eintauchen. Das fördert die Fantasie und Konzentration, ohne dass dabei ein Display im Einsatz ist.
  • Gezielte Inhalte: Als Eltern können wir kontrollieren, welche Inhalte verfügbar sind. Wir stellen z.B. nur altersgerechte Hörspiele und Lieblingslieder bereit. So hat das Kind eine vorgewählte, sichere Medienauswahl, ohne ständig im Internet zu surfen.
  • Robust und kindgerecht: Im Gegensatz zu Stereoanlagen oder normalen Bluetooth-Boxen sind Musikboxen für Kinder in der Regel robust gebaut, weich gepolstert oder gummiert, damit sie Stürze oder ruppige Behandlung aushalten. Außerdem sind die Bedienelemente groß, bunt und für kleine Hände gemacht.

Bekannte Beispiele solcher Musikboxen sind etwa die Toniebox, die mit kleinen Figuren (Tonies) funktioniert, oder die Tigerbox, die ein eigenes Streaming-Angebot und Hörspiel-Karten hat. Es gibt auch den Hörbert (ein Holzplayer mit SD-Karte) oder den Yoto Player (mit Karten und optionalem Abo). Jede hat ihr eigenes System. Wir haben viel darüber gelesen und mit anderen Eltern gesprochen, um herauszufinden, welche Box am besten zu uns passt.

Wobie Box Erfahrung
Wobie Box Erfahrung

Warum wir uns für die Wobie Box entschieden haben

Nach einiger Überlegung fiel unsere Wahl auf die Wobie Box Classic. Der entscheidende Grund: Wir nutzen zuhause ohnehin täglich Spotify. Meine Frau und ich haben ein Spotify Family-Abo, und auch unsere Tochter hat schon ihre Lieblingslieder und Hörspiele dort. Die Idee einer Musikbox, die direkt auf Spotify zugreifen kann, fanden wir genial. So müssen wir keine zusätzliche Sammlung an Figuren oder Karten anschaffen (wie bei Toniebox oder Tigerbox), sondern nutzen die riesige Auswahl, die wir schon über Spotify haben.

Keine zusätzlichen Kosten für Inhalte – das klang für uns sehr attraktiv. Bei anderen Systemen kauft man entweder physische Hörfiguren oder zahlt für ein eigenes Streamingabo für Kinder. Die Wobie Box hingegen greift auf die Inhalte unseres bestehenden Spotify-Kontos zu. Klar, Spotify kostet auch Geld (oder man nutzt die werbefinanzierte kostenlose Variante), aber das zahlen wir ohnehin gerne für uns Eltern. Unsere Tochter durfte bisher ab und zu über unser Handy Kinderlieder hören; mit der Wobie Box hat sie nun ihre eigene kleine Jukebox, ohne dass wir ständig unser Telefon hergeben müssen.

Ein weiterer Punkt: Flexibilität. Die Wobie Box verspricht mehrere Abspielmodi – neben Spotify-Streaming auch Bluetooth und MicroSD. Das fanden wir klasse, denn so sind wir nicht ausschließlich von WLAN abhängig. Falls wir mal unterwegs kein Internet haben, könnten wir die Box als normalen Bluetooth-Lautsprecher verwenden oder vorher Musik auf eine Speicherkarte laden. Diese Vielseitigkeit hob die Wobie Box für uns von manch anderer Kinder-Musikbox ab.

Natürlich haben wir uns auch das Design und die Bedienung angeschaut. Die Wobie Box ist rundlich, weich gepolstert mit Stoffüberzug und hat bunte Tasten in Regenbogenfarben – das machte direkt einen kinderfreundlichen Eindruck. Unsere Tochter war sofort vom Bild begeistert: „Papa, hat die ein Regenbogen-Licht?“ fragte sie neugierig. Tatsächlich leuchten die Tasten farbig, und eine kleine Schlaufe an der Box erlaubt es dem Kind, sie herumzutragen.

Einziger Wermutstropfen vor dem Kauf war der Preis: Rund 130 Euro ist nicht wenig. Die Toniebox liegt zwar im ähnlichen Bereich, aber dort kommen ja noch Figuren (pro Stück um die 15€) hinzu. Bei der Wobie Box ist der einmalige Anschaffungspreis höher als manch andere Box, aber dafür fallen keine weiteren Medienkäufe an. Nach Abwägung haben wir entschieden: Es lohnt sich, weil unsere Tochter die Box voraussichtlich jahrelang nutzen kann und wir sie mitwachsend mit neuen Inhalten bespielen können, ohne erneut Geld auszugeben.

Erste Eindrücke: Design, Verarbeitung und kindgerechte Details

Schon beim Auspacken unserer violetten Wobie Box waren meine Tochter und ich begeistert. Die Farbe Violett entspricht dem Lieblingsfarbton unserer kleinen Prinzessin – es ist ein hübsches Lila, das im Kinderzimmer sofort auffällt. Die Box selbst ist etwa 12 cm breit und tief und 10 cm hoch – also ein handliches Würfel-Kissen, das ein bisschen an einen gepolsterten Lautsprecherwürfel erinnert. Sie wiegt ca. 650 Gramm. Das ist spürbar, aber nicht zu schwer; unsere Vierjährige kann sie problemlos tragen. Durch das Gewicht und eine rutschfeste Unterseite steht die Box stabil auf dem Tisch, was ich gut finde (sie kippt nicht so leicht um).

Die Oberfläche der Wobie Box ist mit einem weichen Stoff bezogen, der sich angenehm anfühlt. Er erinnert ein wenig an die Haptik eines Kuscheltiers oder Kissens, was perfekt für Kinderhände ist. Die Box wirkt robust und ordentlich verarbeitet – nichts klappert, alle Nähte und Kanten sind sauber. Trotzdem habe ich meiner Tochter eingeschärft, sie nicht absichtlich fallen zu lassen. Ein befreundeter Elternteil mit derselben Box hatte berichtet, dass ein Sturz aus Kinderhänden auf Fliesen eine kleine Delle hinterlassen hat. Also: robust ja, unkaputtbar nein. Immerhin ist die Wobie Box spritzwassergeschützt nach IPX5, das heißt ein paar Wassertropfen oder mal versehentlich umgeworfener Saftbecher sollten ihr nichts ausmachen. In die Badewanne werfen sollte man sie aber natürlich nicht.

Auf der Oberseite befinden sich die bunten Regenbogentasten. Davon gibt es sieben Stück, in verschiedenen Farben angeordnet (von Violett über Blau und Grün bis Rot – eben die Farben des Regenbogens). Diese Tasten sind flache, kindgerecht große Knöpfe. In der Mitte oben erkenne ich zwei kleinere runde Tasten für Lautstärke (ein großer Kreis für lauter, ein kleinerer für leiser) und dazwischen einen zentralen Knopf, der beim Einschalten leuchtet. Dieser zentrale Knopf ist vermutlich der Power-Knopf und hat zusätzlich ein rotes LED-Punkt in der Mitte – dieser Knopf spielt eine Rolle, wenn man die Aufnahmefunktion nutzt (dazu später mehr). An einer Seite der Box ist eine Trageschlaufe befestigt, durch die kleine Hände passen. Meine Tochter hat die Box sofort am „Henkel“ herumgetragen und auch mal am Bettpfosten aufgehängt – was wirklich praktisch beim Einschlafen ist.

Insgesamt war der erste Eindruck sehr positiv: Die Wobie Box sieht schick aus, schlichtes Design in Kombination mit farbenfrohen Elementen, genau richtig für Kinder. Sie wirkt modern und fügt sich auch ins Wohnzimmer ein, ohne zu sehr nach grellem Spielzeug auszusehen. Meine Tochter strahlte jedenfalls übers ganze Gesicht, als sie „ihre“ Musikbox in Händen hielt.

Einrichtung der Wobie Box – Schritt für Schritt zum Hörspaß

Natürlich wollten wir die Box sofort in Betrieb nehmen. Hier berichte ich, wie die Einrichtung ablief – und keine Sorge, es ist wirklich gut machbar, auch wenn man kein Technik-Profi ist. Die Wobie Box kommt mit einer kurzen Anleitung und einem USB-C-Ladekabel (kein Netzteil, aber jedes Handy-Ladegerät mit USB-Anschluss tut es). Der Akku unserer Box war bereits etwas vorgeladen, wir haben sie aber erstmal voll aufgeladen, damit sie einsatzbereit ist. Dann ging es an die Einrichtung:

1. App herunterladen: Zunächst braucht man die kostenlose Wobie fav App auf dem Smartphone oder Tablet. Ich habe sie aufs Handy geladen (gibt’s für iOS und Android). Die App ist nötig, um die Box ins WLAN zu bringen und die Tasten zu konfigurieren.

2. Nutzerkonto anlegen: Beim ersten Öffnen der App musste ich ein Wobie-Nutzerkonto erstellen. Das ging flott mit E-Mail und Passwort, danach eine Bestätigungsmail klicken – fertig.

3. Wobie Box einschalten: Jetzt die Box selbst einschalten. Oben in der Mitte drücke ich den großen runden Knopf – die Box begrüßt uns mit einem kleinen Ton und einer Leuchtanzeige. Meine Tochter lauschte gespannt dem ersten „Plopp“.

4. WLAN-Modus aktivieren: Auf der Unterseite der Box befindet sich ein kleiner runder Verbindungsknopf. Den habe ich so lange gedrückt, bis die LED weiß aufleuchtete. Weiß steht für WLAN-Modus (blau wäre Bluetooth-Modus, grün ist – so habe ich später gelernt – SD-Karten-Modus). Die Box muss im WLAN-Modus sein, um sich gleich mit unserem Heimnetz zu verbinden.

5. Box mit App koppeln: In der App wurde mir nun die neue Box angezeigt („Wobie Box“ in der Nähe gefunden). Ich habe sie ausgewählt, und die App forderte mich auf, unser WLAN-Passwort einzugeben. Wichtig: Die Wobie Box kann nur 2,4 GHz WLAN nutzen (die meisten Router senden aber ohnehin parallel 2,4 GHz, das war bei uns kein Problem). Nach Eingabe des WLAN-Schlüssels hat die Box sich mit unserem Netzwerk verbunden. Die App zeigte eine erfolgreiche Kopplung an und ließ mich der Box einen Namen geben – wir nannten sie liebevoll „Wobie Violet“, damit man sie z.B. in Spotify leicht erkennt.

6. Spotify verknüpfen und Tasten belegen: Der wichtigste Schritt: Musik auf die Box bringen. Hier macht es die Wobie App clever – sie nutzt Spotify Connect. In der App tippt man z.B. auf die lila Taste (die ja physisch auf der Box existiert). Dann wählt man in der App „Spotify öffnen“. Daraufhin springt mein Smartphone in die Spotify-App. Dort suche ich mir zum Beispiel das Lieblings-Hörspielalbum meiner Tochter aus. Wichtig: Am besten gleich ein ganzes Album oder eine Playlist auswählen, nicht nur einen einzelnen Song, denn die Box soll ja bei Tastendruck das komplette Album abspielen und nicht nach einem Lied stoppen. Ich starte also das Album und wähle unten bei den Spotify-Ausgabegeräten unsere „Wobie Violet“ aus. Und siehe da – die Box fängt an, das Hörspiel abzuspielen! Meine Tochter staunte: Die Stimme kam jetzt aus ihrer Box, nicht mehr aus meinem Handy.

Nun wechselt man zurück zur Wobie App. Dort sieht man bei der lila Taste jetzt eine kleine Stecknadel als Symbol – das bedeutet, die Box hat gemerkt, was gerade via Spotify Connect lief. Ich drücke in der App auf „fixieren“ und damit ist das Album auf der lila Regenbogentaste gespeichert. Ab sofort kann meine Tochter einfach auf die lila Taste an der Box drücken, und genau dieses Hörspielalbum wird von Anfang an abgespielt – direkt aus der Box, ohne dass ich etwas am Handy tun muss.

Nach diesem Prinzip habe ich alle sieben bunten Tasten belegt: Zum Beispiel:

  • Rot steht jetzt für ihre Lieblingskinderlieder-Playlist (zum Tanzen im Wohnzimmer),
  • Gelb startet ein lustiges Hörspiel,
  • Grün spielt ein Gute-Nacht-Liederalbum,
  • Blau bringt ein Kinder-Podcast über Tiere zum Laufen,
  • und so weiter… für jede Farbe haben wir uns gemeinsam etwas überlegt.

Das Belegen der Tasten hat ein paar Minuten gedauert, aber es machte sogar Spaß, gemeinsam mit meiner Tochter durch Spotify zu stöbern, was wir auf die Box packen wollen. Die App und die Box haben dabei im Großen und Ganzen zuverlässig zusammengearbeitet. (Kleine Anmerkung: Bei ganz frühen Versuchen hatte die Box einmal gezickt und wurde in Spotify nicht sofort angezeigt – ein Neustart der Box löste das Problem. Seitdem läuft die Verbindung stabil.)

7. Fertig! Sobald alle gewünschten Inhalte eingerichtet sind, braucht die Wobie Box mein Smartphone im Grunde nicht mehr. Meine Tochter kann jetzt eigenständig auf die Tasten drücken, und die Box streamt dann direkt via WLAN das hinterlegte Album oder die Playlist.

Zusammengefasst war die Einrichtung zwar etwas technischer als bei einer Toniebox (wo man nur Figur draufstellen muss), aber durchaus einfach und gut erklärt. Die App führt Schritt für Schritt durch den Prozess. Als Elternteil sollte man sich dafür etwas Zeit nehmen (ich würde sagen, 15-20 Minuten in Ruhe), aber dann ist alles erledigt. Wichtig ist, dass man ein Spotify-Konto parat hat und die WLAN-Zugangsdaten kennt. Hat man das, ist es wirklich kinderleicht – meine Tochter durfte bei den Farbauswahlen schon mitmachen und fühlte sich stolz, ihre Box „mitzubauen“.

Funktionen und Möglichkeiten der Wobie Box

Nach der Einrichtung kannten wir nun die Grundfunktion: Mit einem Druck auf eine Regenbogen-Taste spielt die Box das hinterlegte Album oder die Playlist ab. Aber die Wobie Box kann noch eine ganze Menge mehr. Hier ein Überblick über die wichtigsten Funktionen, die wir im Alltag entdeckt und schätzen gelernt haben:

  • Direkter Zugriff auf Spotify: Das Herzstück der Wobie Box. Sie ist quasi ein kleiner Spotify-Player für Kinder. Sobald die Tasten belegt sind, streamt die Box die Musik direkt aus dem WLAN – ohne weiteres Zutun eines Handys. Toll ist, dass jede Art von Audio-Inhalt auf eine Taste gelegt werden kann: Musik, Hörspiele, Podcasts, sogar Kinderhörbücher auf Spotify. Die Vielfalt ist enorm. Für meine Tochter bedeutet das: Jeden Tag kann sie je nach Stimmung entscheiden, ob sie lieber Lieder hören oder einer Geschichte lauschen will – mit einem einfachen Tastendruck. Und für uns Eltern heißt es: Wir müssen nicht ständig neue teure Hörspiel-CDs kaufen oder hunderte MP3-Dateien verwalten.
  • Sieben frei belegbare Tasten: Die Zahl sieben klingt erstmal begrenzt, aber wir haben festgestellt, dass es für einen vierjährigen Wirbelwind völlig ausreicht. Mehr als sieben verschiedene Alben parallel hört sie sowieso selten innerhalb einer Woche. Und wir können die Belegung jederzeit ändern. Wenn sie z.B. ein Album mal über hat, legen wir einfach ein neues auf diese Taste. Die Flexibilität ist super – praktisch eine immer wieder neu bestückbare Musiksammlung. Meine Tochter hat schon gelernt, welche Farbe für welchen Inhalt steht (Rot = Tanzlieder, Grün = Einschlafen etc.). Die Farbcodierung hilft ihr sehr dabei, sich zurechtzufinden.
  • Lautstärkeregelung und Titelwechsel: Die Wobie Box hat – wie erwähnt – zwei runde Knöpfe für Lautstärke. Diese sind schön leichtgängig und haben unterschiedliche Größen, was intuitiv ist: der große Kreis macht lauter, der kleine leiser. Zusätzlich gibt es an der Oberseite auch Pfeiltasten (in Form von dezenten kleinen Dreiecken), mit denen man einen Titel vor- oder zurückspringen kann. Das ist praktisch, wenn man mitten im Album mal ein Lied überspringen will. Meine Tochter braucht hierfür zwar manchmal noch Hilfe („Papa, nächstes Lied!“), aber grundsätzlich kann auch das ein Kind ab 4-5 Jahren schnell lernen.
  • Automatische Abschaltung: Eine sehr willkommene Funktion – nach einigen Minuten Inaktivität (bei uns sind es etwa 10-15 Minuten) schaltet sich die Box automatisch aus. Das ist gut für den Akku und sicher: Wenn meine Kleine mal vergisst, die Box auszumachen, geht sie eben alleine schlafen. So haben wir nicht am nächsten Morgen den Akku leer, nur weil ein Hörspiel zu Ende war und die Box stundenlang auf Standby geblieben ist.
  • Klangqualität: Hier war ich als Vater besonders neugierig. Oft haben Kindergeräte ja nur blecherne Lautsprecher. Die Wobie Box hat mich aber positiv überrascht. Der Klang ist klar und voll – Stimmen in Hörspielen sind deutlich verständlich, und Musik klingt für so ein kompaktes Gerät richtig ausgewogen. Selbst Bässe sind dezent hörbar, was beim Tanzen für meine Tochter gleich viel mehr Spaß macht. Ich war erleichtert, dass auch bei höherer Lautstärke nichts kratzt oder scheppert. So muss ich nicht die Ohren zukneifen, wenn das x-te Mal das gleiche Kinderlied läuft – es klingt tatsächlich angenehm. Natürlich ersetzt so eine kleine Box keine große Stereoanlage, aber für Kinderohren (und Eltern, die mithören) ist die Qualität top.
  • Lichteffekte und Feedback: Die Box kommuniziert viel über Lichter und Töne. Beim Einschalten leuchtet eine LED und die Box sagt sogar mit einem freundlichen Ton Bescheid, wenn sie sich z.B. mit dem WLAN verbindet („Mhmm“ – was meine Tochter lustig findet). Drückt man eine Taste, leuchtet diese kurz auf oder blinkt beim Laden der Musik. Das Regenbogenlicht an der Box fasziniert meine Tochter besonders abends im Dunkeln. Es ist kein grelles Licht, eher sanft – genau richtig, um ein bisschen Stimmung zu schaffen, aber nicht vom Hören abzulenken.
  • Bluetooth-Modus: Neben Spotify/WLAN kann die Wobie Box auch als Bluetooth-Lautsprecher fungieren. Das haben wir getestet, als wir unterwegs im Park waren. Ich habe an meinem Handy Bluetooth eingeschaltet, an der Box den Modus umgeschaltet (dazu drückt man wieder den Knopf unten bis die LED blau leuchtet). Dann konnte ich mein Handy mit der Box koppeln und ganz normal Musik abspielen. Das ist klasse, weil man so im Prinzip jede Audioquelle nutzen kann – sei es eine andere Streaming-App (z.B. Amazon Music, Apple Music, YouTube Kids) oder einfach die lokal gespeicherte Musik. Allerdings funktionieren in diesem Modus die Regenbogentasten natürlich nicht als Auslöser für eigene Streams, da die Box ja nur das wiedergibt, was vom gekoppelten Gerät kommt. Bluetooth haben wir vor allem für unterwegs genutzt, aber dazu später mehr.
  • Offline über microSD-Karte: Die dritte Abspieloption ist der SD-Karten-Modus. Die Box hat einen kleinen Schacht für eine microSD-Karte (an der Unterseite, gleich neben Ladebuchse und Kopfhöreranschluss). Man kann bis zu 128 GB Karten verwenden – die hatten wir jetzt nicht spontan rumliegen, aber ich habe zum Test mal eine 16 GB Karte vorbereitet. Auf der Hersteller-Website gibt es genaue Hinweise, wie man die Karte strukturieren soll: man legt auf der microSD acht bestimmte Ordner an (für jede Taste einen und einen für Aufnahmen) und kopiert dort seine MP3-/WMA-/WAV-Dateien rein. Ich habe zwei Lieblingsalben unserer Tochter in die entsprechenden Ordner gepackt. Sobald die Karte eingesteckt ist und die Box in den SD-Modus versetzt wird (grüne LED), kann man diese Inhalte auch ohne Internet hören. In der Praxis werden die SD-Inhalte über die farbigen Tasten abgespielt, ähnlich wie Spotify-Streams – d.h. drücke ich Gelb, spielt das Album im „Gelb“-Ordner der SD-Karte. Das ist super für längere Urlaubsfahrten ohne Netz oder einfach als Offline-Backup. Wir nutzen es nicht täglich, aber es gibt ein gutes Gefühl, die Möglichkeit zu haben. Hinweis: Durch das Einlegen der microSD-Karte wird übrigens auch erst die Aufnahmefunktion freigeschaltet.
  • Aufnahmefunktion: Ja, die Wobie Box lässt Kinder auch selbst etwas aufnehmen! Das war ein Feature, das uns positiv überrascht hat. Sobald eine SD-Karte drin ist, kann man den grauen Knopf mit dem roten Punkt (oben in der Mitte der Box) gedrückt halten und die Box nimmt über ihr eingebautes Mikrofon die Stimme auf. Lässt man los, wird die Aufnahme gespeichert und kann später abgespielt werden. Meine Tochter hat das natürlich sofort ausprobiert: Sie hielt die Box nah ans Gesicht und sang ein Kinderlied hinein. Die Sprachaufnahme war dann auf einer der Tasten (ich glaube, standardmäßig die orange Taste) abrufbar. Zugegeben, die Tonqualität dieser Aufnahmen ist nicht hi-fi, aber für Kinder ist es ein Riesenspaß, sich selbst Geschichten zu erzählen oder Lieder aufzunehmen und wieder abzuspielen. Es ist fast wie ein kleiner Kassettenrekorder von früher – nur viel einfacher zu bedienen.
  • Kopfhöreranschluss: An Tagen, an denen es im Haus etwas ruhiger sein soll, haben wir auch schon den 3,5mm Klinkenanschluss für Kopfhörer genutzt. Einfach einen Kinder-Kopfhörer eingesteckt (der Anschluss ist unten gut zugänglich neben dem Ladeport) und schon hört nur noch unsere Tochter die Musik. Sie findet das mit ihren bunt leuchtenden Katzenohren-Kopfhörern natürlich super cool, und wir Eltern genießen einen Moment Ruhe. 😉 Besonders praktisch: Sobald ein Kopfhörer drin steckt, werden die Lautsprecher stumm geschaltet – kein Gedudel nach außen mehr.
  • Sleep-Timer und weitere App-Einstellungen: Über die Wobie App können wir Eltern noch ein paar nützliche Einstellungen vornehmen. Sehr wichtig für uns: der Schlafmodus. Abends beim Einschlafen darf meine Tochter meist noch ein oder zwei Lieder hören. Über die App stelle ich dann einen Sleep-Timer, z.B. 15 Minuten. Die Box schaltet sich dann automatisch ab, wenn die Zeit um ist. So muss niemand mehr leise ins Kinderzimmer schleichen, um die Box auszumachen, und der Akku wird geschont. Die App ermöglicht auch, die Box ggf. umzubenennen, neue WLAN-Netze hinzuzufügen (für Besuche bei Oma & Opa z.B.) oder Firmware-Updates einzuspielen. Interessant: Die Box kann sich bis zu 5 WLAN-Netze merken, was toll ist, wenn man häufiger an verschiedenen Orten ist.

Man sieht, die Wobie Box ist wirklich vielseitig ausgestattet. Für unseren Alltag sind vor allem die Streaming-Funktion mit den sieben Direktwahltasten, der gute Klang und die Mobilität relevant. Aber es ist schön zu wissen, dass man im Zweifel auch offline Musik draufpacken kann oder das Kind sich mal selbst aufnehmen kann.

Alltagstest zu Hause: Spiel, Spaß und Hörabenteuer

Bei uns zu Hause hat die Wobie Box schnell ihren festen Platz gefunden. Meistens steht sie im Kinderzimmer auf dem Regal in Griffhöhe meiner Tochter. Morgens nach dem Aufstehen ist oft das Erste: Taste drücken und Musik an! Beispielsweise dudelt dann fröhliche Kinderdisco-Musik, während wir uns fürs Kindergarten-Fertigmachen anziehen. Ich merke richtig, wie stolz meine Kleine ist, dass sie selbst die Musik anschalten kann, ohne mich zu fragen. Sie tanzt dann manchmal noch im Schlafanzug durch das Zimmer – ein Anblick, der jeden Cent des Kaufpreises wert ist.

Beim Spielen im Zimmer nutzt sie die Box oft als Hintergrundbeschallung. Mal läuft leise ein Hörspiel, während sie mit ihren Puppen spielt, mal singt sie laut bei ihren Lieblingsliedern mit. Da die Box recht kompakt und kabellos ist, nimmt sie sie auch gern mal mit ins Wohnzimmer oder baut sie in ihr Spiel ein („Die Kuscheltiere machen jetzt eine Party mit Musik“ – da wird die Wobie Box zur Partyanlage der Kuscheltierbande). Die Trageschlaufe ist dabei praktisch: sie schleppt die Box von Raum zu Raum, hängt sie auch mal an einen Stuhl. Ich habe anfangs etwas Sorge gehabt, dass sie sie zu wild herumträgt, aber bislang ist nichts passiert – die Schlaufe hält das aus.

Qualitätszeit mit Büchern und Box: Etwas, das wir Eltern sehr schätzen, ist die Möglichkeit, mal gemeinsam Hörspiele zu hören. Früher haben wir unserer Tochter CDs oder Kassetten aufgelegt, aber das war immer ein wenig Aufwand. Jetzt sagt sie z.B.: „Papa, lass uns Bibi Blocksberg hören!“ und drückt einfach die entsprechende Taste. Wir kuscheln uns dann zusammen aufs Sofa und lauschen dem Hörspiel. Dabei können wir auch problemlos pausieren (drückt man dieselbe Taste während der Wiedergabe, stoppt es, und ein erneuter Druck setzt fort). So können wir zwischendurch über die Geschichte reden. Diese Interaktivität und gemeinsame Nutzung gefallen mir sehr – es ist anders als wenn sie allein vorm Tablet sitzt.

Bedienung und Kontrolle: Anfangs haben wir natürlich ein Auge darauf gehabt, wie sie mit der Box umgeht. Aber schnell war klar: Sie kann das schon richtig gut. Die Symbole (z.B. + und – für Lautstärke) hat sie verstanden, und die Farbtasten sowieso. Interessant ist, dass sie angefangen hat, mich nach weiteren Farben zu fragen („Papa, welche Farbe machen wir als nächstes?“). Das zeigt mir, dass die sieben Slots zwar ausreichen, aber Kinder manchmal mehr wollen – ich habe ihr erklärt, dass wir erstmal diese sieben durchhören können und nächste Woche können wir eine neue Geschichte statt einer alten draufladen. So bleibt es auch spannend und abwechslungsreich.

Ein schönes Detail ist auch, dass ich mein Handy wieder für mich habe. Früher hat sie oft mein Smartphone entführt, um über Spotify Musik zu hören (natürlich unter Aufsicht). Dabei kamen dann gern Anrufe oder Nachrichten dazwischen, oder sie tappte auf dem Bildschirm herum. Jetzt sagt sie manchmal schmunzelnd: „Papa, dein Handy kannst du behalten, ich hab ja meine Box!“ – Das erleichtert so manchen Feierabend, wenn ich noch Mails checken will und sie gleichzeitig ihre Kinderlieder hören möchte.

Lautstärke und Sicherheit: Die Wobie Box wird ausreichend laut für ein Kinderzimmer. Wir müssen manchmal sogar bitten, es etwas leiser zu machen – was aber leicht geht, da sie die Leiser-Taste kennt und wir notfalls über die App auch eine maximale Lautstärke festlegen könnten. Gut finde ich, dass der Klang selbst bei niedriger Lautstärke noch klar bleibt, so kann sie auch abends im Bett noch ganz leise Hörspiele hören, ohne dass es uns nebenan stört. Und apropos Bett: Dank Sleep-Timer geht die Box nach der Gute-Nacht-Geschichte von alleine aus, sodass meine Tochter friedlich einschläft und das Gerät nicht die ganze Nacht durchläuft.

Zu Hause im WLAN-Betrieb funktioniert alles sehr zuverlässig. Die Box verbindet sich nach dem Einschalten automatisch wieder mit unserem Netzwerk (man sieht kurz die weiße LED blinken und hört ein bestätigendes Geräusch, dann ist sie online). Ich musste bisher kaum mal eingreifen; höchstens wenn Spotify auf meinem Account noch auf einem anderen Gerät lief, dann startet die Box natürlich nicht sofort, weil ein Konto nur ein Stream gleichzeitig kann. Das haben wir aber gelöst, indem unsere Tochter im Familienabo jetzt ihr eigenes Profil nutzt, oder wir achten darauf, dass wir nicht parallel vom selben Account streamen.

Unterwegs mit der Wobie Box: Begleiter auf Reisen

Eine der Fragen, die wir uns gestellt hatten: Wie bewährt sich die Wobie Box außerhalb der heimischen WLAN-Zone? Wir sind viel unterwegs – ob Urlaub, Besuch bei den Großeltern oder auch mal ein Nachmittag im Park. Dabei hat sich die Box als praktischer Begleiter erwiesen, mit ein paar kleinen Einschränkungen, die aber lösbar sind.

Im Auto und auf Reisen: Bei langen Autofahrten nehmen wir die Wobie Box jetzt immer mit. Unsere Tochter hat sie auf der Rückbank griffbereit neben dem Kindersitz. Da wir während der Fahrt oft kein stabiles WLAN haben (und auch nicht jedes Mal einen Hotspot auf dem Handy aufmachen wollen), nutzen wir unterwegs meistens den Bluetooth-Modus: Vor Abfahrt lade ich am Handy ein paar Spotify-Playlists offline herunter (das geht mit Spotify Premium gut) und aktiviere Bluetooth. Die Box auf Bluetooth gestellt – schon fungiert sie als Autolautsprecher für unsere Kleine. Sie kann sogar mit ihren Tasten ein bisschen navigieren: Im Bluetooth-Modus springen die Vor/Zurück-Tasten am Gerät zum nächsten/vorigen Lied der Handy-Playlist. Die Regenbogentasten haben dabei allerdings keine besondere Funktion, weil ja das Handy die Musik liefert. Aber das macht nichts, sie nutzt dann einfach das Handy (das aber vorne bei uns bleibt) quasi als Musikquelle. Alternativ könnten wir auch die microSD-Karte verwenden: Vor einer langen Reise kopiere ich vielleicht beim nächsten Mal ein paar Hörspiele auf die Karte, dann kann sie selbst im Auto per Tastendruck andere Geschichten starten, ohne dass wir das Handy bemühen müssen.

Die Akkulaufzeit ist bisher vollkommen ausreichend. Die Wobie Box hält bei uns ungefähr acht Stunden durch, bevor sie ans Ladekabel muss. Das hat auch die längsten Autofahrten (inklusive Pausen) abgedeckt. Wir haben zudem einen USB-Anschluss im Auto, wo wir die Box bei Bedarf zwischendurch laden können. Unterwegs leuchtet eine kleine LED rot, wenn der Akku langsam leer wird (ca. unter 10% Rest). Das ist ein gutes Signal für uns Eltern, rechtzeitig das Ladegerät einzustecken. Ein volles Aufladen dauert ein paar Stunden – wir machen das meist über Nacht im Hotel oder bei der Oma an der Steckdose. Dank USB-C ist das Laden universell und schnell, auch mit einer Powerbank wäre es möglich.

Bei Oma und Opa oder Freunden: Hier kommt die Fähigkeit zugute, dass sich die Wobie Box mehrere WLAN-Netze merken kann. Ich habe sie einmal bei den Großeltern ins WLAN eingebucht (ähnlich wie daheim, über die App das neue Netzwerk hinzufügen). Jetzt, wenn wir zu Besuch sind, erkennt die Box das WLAN sofort und meine Tochter kann ohne weiteres ihre Musik hören, als wäre sie zuhause. Die Großeltern waren begeistert, denn sie mussten nichts tun – keine CDs wechseln oder ähnliches, die Kleine drückt einfach ihre Knöpfe und es läuft. Gleiches gilt, als wir bei Freunden waren: Kurz ins WLAN gehängt und schon war die Kinder-Party mit Musik versorgt.

Outdoor und Ausflüge: Im Park oder am Strand ist natürlich nirgends Internet. In solchen Fällen haben wir manchmal einfach die Natur genossen, aber es gab auch Situationen, wo ein Liedchen die Stimmung hob (z.B. beim Picknick wollte sie tanzen). Dann habe ich fix mein Handy als WLAN-Hotspot aktiviert und die Box verbinden lassen, sodass sie auch dort ihre Playlist abspielen konnte – quasi Streaming über das Handynetz. Das verbraucht zwar ein bisschen Datenvolumen, aber für ab und zu ist das okay. Alternativ, wie schon erwähnt, wäre hier die SD-Karte Gold wert, wenn man regelmäßig offline draußen Musik hören will. Wir fanden es schön, die Option zu haben, aber tatsächlich brauchten wir es seltener als gedacht, da unsere Tochter unterwegs oft mit der Umgebung beschäftigt war.

Transport und Strapazierfähigkeit: Durch die kompakte Größe passt die Wobie Box problemlos in den Rucksack oder sogar ins Seitenfach meiner Wickeltasche. Ich bin trotzdem etwas vorsichtig: Da sie kein Hartplastikgehäuse sondern Stoff hat, gebe ich Acht, dass sie nicht mit spitzen Gegenständen zusammen in einer Tasche ist (damit der Stoff nicht aufscheuert oder schmutzig wird). Bisher sieht sie aber noch aus wie neu, obwohl sie wirklich überall mitgeschleppt wurde. Der Stoff lässt sich bei Bedarf mit einem feuchten Tuch abwischen – Schokoladenfinger-Abdrücke haben wir so schon gut wegbekommen. Spritzwasser (z.B. leichter Regen) hat der Box nichts ausgemacht, das IPX5-Siegel scheint zu halten, was es verspricht.

Unterm Strich ist die Wobie Box unterwegs eine tolle Unterhaltung für unser Kind. Sie überbrückt Wartezeiten (im Restaurant zum Beispiel hört sie über Kopfhörer leise ein Hörspiel, statt quengelig zu werden) und macht lange Fahrten erträglicher. Die einzige Einschränkung: Man muss im Hinterkopf behalten, wie man an die Inhalte kommt (Bluetooth vom Handy oder vorab Offline-Inhalte organisieren), wenn kein WLAN verfügbar ist. Aber dank der vielen Optionen war das bisher nie ein großes Problem.

Vor- und Nachteile der Wobie Box – ein Fazit aus Elternsicht

Nach intensiver Nutzung möchte ich die wichtigsten Vor- und Nachteile der Wobie Box Classic aus unserer Sicht zusammenfassen.

Vorteile:

  • Kinderleichte Bedienung: Durch die sieben großen Farbtasten findet sich meine Tochter prima zurecht. Ein Druck – und es spielt. Kein Scrollen, kein Display, keine Menüsuche. Das Konzept überzeugt.
  • Enorme Inhaltvielfalt dank Spotify: Wir haben Zugriff auf unzählige Lieder, Hörspiele und Podcasts ohne zusätzliche Käufe. Heute Kinderlieder, morgen Märchen, nächste Woche Wissens-Podcasts – die Box wächst mit den Interessen des Kindes mit.
  • Kein Bildschirm, viel Fantasie: Unsere Tochter hört konzentrierter zu und malt sich die Geschichten aus, anstatt auf einen Bildschirm zu starren. Das fördert die Vorstellungskraft.
  • Guter Klang und angemessene Lautstärke: Die Audioqualität ist für ein Kindergerät hervorragend. Sie kann laut genug für Tanzpartys, aber auch ganz leise fürs Einschlafen, ohne Qualitätsverlust.
  • Robust und sicher: Die gepolsterte Box verzeiht leichte Stöße, ist spritzwassergeschützt und hat keine verschluckbaren Kleinteile (für Kinder unter 3 ist sie dennoch nicht geeignet, aber ab 4 passt das). Die automatische Abschaltung und der Sleep-Timer sind familienfreundliche Extras.
  • Mobilität: Durch den eingebauten Akku (ca. 8 Stunden Laufzeit) und die Trageschlaufe ist die Box sehr mobil. Ob in der Wohnung, im Garten oder auf Reisen – die Wobie Box kann überallhin mitkommen.
  • Mehrere Betriebsmodi: Spotify-Streaming, Bluetooth und microSD – diese Flexibilität bietet kaum eine andere Kinder-Musikbox. So ist man für alle Situationen gerüstet, auch ohne Internet.
  • Aufnahmefunktion: Ein spielerisches Gimmick, das unsere Tochter liebt – sie kann eigene Lieder oder Nachrichten aufnehmen. Es verleiht der Box eine weitere kreative Dimension.
  • Kopfhöreranschluss: Für ruhige Momente oder um andere nicht zu stören, einfach Kopfhörer dran – sehr praktisch.
  • Eltern behalten ihr Smartphone: Ein oft unterschätzter Vorteil: Wir Eltern müssen nicht dauernd unser Handy hergeben oder entbehren. Die Kids können alleine hören, und wir können unser Gerät gleichzeitig für anderes nutzen.

Nachteile:

  • Anschaffungskosten: Mit etwa 130 € gehört die Wobie Box zu den teureren Musikboxen auf dem Markt. Zwar spart man langfristig an Inhalte-Käufen, aber die Einstiegshürde ist nicht gering.
  • Abhängigkeit von Spotify: Die Box ist auf Spotify zugeschnitten. Wer kein Spotify Premium hat, kann zwar auch mit einem kostenlosen Account arbeiten, muss dann aber mit Werbung und eingeschränkter Auswahl leben. Und wer lieber Apple Music, Amazon Music o.ä. nutzt, kann diese nicht direkt per Box abspielen (nur über den Umweg Bluetooth). Man begibt sich also in ein gewisses Ökosystem. Für uns war das okay, aber es sollte einem bewusst sein.
  • Nur sieben Favoriten gleichzeitig: Auch wenn das für kleine Kinder meist ausreicht, könnte es für ältere Kinder irgendwann als Limit empfunden werden. Man muss als Eltern ab und zu die Tasten neu belegen, damit Abwechslung reinkommt. Das geht zwar fix, erfordert aber die App und damit einen kleinen Aufwand.
  • Erst Einrichtung durch Erwachsene nötig: Die Wobie Box ist kein „Plug and Play“ für das Kind alleine. Man braucht ein Smartphone, muss ein Konto anlegen, die Box ins WLAN bringen und Tasten belegen. Das setzt etwas Technikverständnis voraus. Für uns war das kein Problem, aber nicht jede Großmutter könnte das mal eben einrichten. Zum Glück macht man es nur einmal und danach läuft alles stabil.
  • Nur 2.4 GHz WLAN: In sehr modernen Netzwerken, die vielleicht ausschließlich 5 GHz nutzen, müsste man darauf achten, 2.4 GHz zu aktivieren. Das betrifft wenige, aber erwähnenswert: die Box funkt nicht auf 5 GHz. Bei uns zuhause hat der Router beide Frequenzen, daher hatten wir keine Probleme.
  • Gewicht und Sturzrisiko: Die Box ist zwar weich, aber mit ~650 g auch ein kleines Wurfgeschoss. Wenn ein Kind sie schmeißt, kann das schon weh tun oder das Gerät Schaden nehmen. Hier muss man dem Kind beibringen, dass es kein Ball ist. Unsere hat es schnell verstanden, aber ein Restrisiko bleibt. Andere Boxen (z.B. Toniebox) sind etwas leichter gepolstert. Allerdings ist die Wobie Box durch den Akku und die Elektronik so gebaut, da lässt sich das Gewicht nicht viel reduzieren.
  • Kein dedizierter Aus-Schalter für Kind: Das automatische Abschalten ist super, aber ein kleiner „Aus-Knopf“ den das Kind selbst betätigen kann, wäre vielleicht hilfreich (der Power-Knopf ist oben, aber er aktiviert auch andere Funktionen je nach Modus, daher lasse ich sie den lieber nicht lange drücken). Meist schalte ich als Papa die Box aus, wenn sie nicht mehr genutzt wird, oder wir warten auf die Auto-Abschaltung.

Diese Nachteile sind für uns eher kleinere Wermutstropfen im Gesamtpaket. Sie ändern nichts daran, dass wir die Anschaffung absolut nicht bereut haben.

Modelle und Varianten von WobiBox

Wenden wir uns noch kurz dem Hersteller und seinen Angeboten zu: WobiBox (bzw. die Wobie GmbH) ist ein vergleichsweise junges Unternehmen, das mit der Wobie Box Classic sein erstes Produkt auf den Markt gebracht hat. Aktuell gibt es die Wobie Box in drei Farbvarianten: Violett (unsere), Blau und Grau. Technisch sind alle identisch – es geht wirklich nur um die Farbe des Stoffbezugs und der Tasten. Wir haben uns für Violett entschieden, weil das am besten ins Kinderzimmer passt und unserer Tochter am meisten gefiel. Das Blaue Modell sieht schön neutral aus (könnte z.B. auch gut für Jungs sein, wenn man nach stereotypen Farben geht, wobei das ja Geschmackssache ist). Grau wiederum ist ein sehr wohnliches, dezentes Grau-Beige, was vielleicht Eltern anspricht, die ein unauffälliges Design möchten, das sich in Wohnzimmermöbel integriert. Interessanterweise nennt Wobi diese Variante „Warm Grey“, es wirkt tatsächlich eher wie ein helles Beige.

Die Bezeichnung „Classic“ trägt die Wobie Box wohl, weil es der erste Wurf ist – möglicherweise plant der Hersteller in Zukunft weitere Modelle oder Editionen. Man kann sich z.B. vorstellen, dass irgendwann eine kleinere Version („Wobie Mini“) oder eine mit neuen Features kommt, aber dazu habe ich aktuell keine konkreten Infos. Derzeit ist die Wobie Box Classic das Hauptprodukt.

Neben der Box selbst bietet WobiBox in ihrem Shop auch Zubehör an, soweit ich gesehen habe: z.B. passende Kopfhörer oder vielleicht Ersatzladekabel, wobei vieles Standard-USB-C ist. Was es (noch) nicht gibt, sind irgendwelche speziellen Erweiterungen wie Figuren oder Karten – was ja auch dem Konzept entspricht: Die Box braucht so etwas nicht, weil sie alles digital via Spotify oder Speicherkarte regelt.

In unserem Haushalt sind wir mit dem einen Gerät vollauf glücklich. Es ist schön zu wissen, dass wir bei eventuellen Problemen auch einen Support erreichen können (der Hersteller wirbt mit persönlichem Kundenservice – zum Glück brauchten wir ihn bisher nicht, außer einmal die FAQ zu lesen). Die Tatsache, dass die Box in Deutschland entwickelt wurde, gibt mir auch Vertrauen in die Qualität und Sicherheit.

Fazit: Persönlicher Erfahrungsbericht eines zufriedenen Vaters

Abschließend kann ich sagen: Die Wobie Box Classic in Violett war für uns ein Volltreffer. Meine Tochter liebt ihre neue Musikbox und nutzt sie täglich mit leuchtenden Augen. Für sie ist es ein Stückchen Unabhängigkeit und ein treuer Begleiter ins Reich der Klänge und Geschichten. Für mich als Vater ist es eine Erleichterung und Freude zugleich: Ich sehe, wie sie selbstständig und sinnvoll mit Technik umgeht, und ich genieße es, dass wir gemeinsam neue Inhalte entdecken können, ohne in endlosen YouTube-Videos zu versinken.

Die Kombination aus kinderleichter Bedienung und modernster Streaming-Technologie finde ich beeindruckend gelungen. In einer Zeit, in der Kinder oft früh mit Smartphones und Tablets in Berührung kommen, bietet die Wobie Box einen altersgerechten Zugang zur digitalen Musik- und Hörspielwelt, ganz ohne Glasbildschirm und Touch-Gefummel. Sie ist quasi die Brücke zwischen den klassischen Spielzeug-Musikboxen und der modernen Streamingwelt.

Natürlich, es gibt ein paar kleine Verbesserungswünsche – wer weiß, vielleicht spendiert WobiBox irgendwann mal mehr Tasten oder Unterstützung für weitere Dienste. Doch für uns überwiegen die vielen Vorteile bei weitem. Besonders toll ist, dass die Box mitwächst: Heute begeistert sie meine vierjährige Tochter mit einfachen Liedern, und in ein paar Jahren kann sie darauf vielleicht ihre ersten Englisch-Podcasts hören oder die aktuellen Charts im Kinderzimmer abspielen. Alles, was wir dafür tun müssen, ist, ab und zu die Inhalte anzupassen – was im Handumdrehen erledigt ist.

Ich hoffe, mein persönlicher Bericht konnte einen lebendigen Einblick geben. Wenn mich heute ein anderer Vater oder eine andere Mutter fragt: „Lohnt sich so eine Musikbox für Kinder wirklich?“, würde ich aus voller Überzeugung antworten: Ja, absolut! Und speziell die Wobie Box würde ich denen ans Herz legen, die – so wie wir – schon Spotify-Fans sind und diese Vielfalt auch ihren Kindern zugänglich machen wollen. Sie ist eine sinnvolle, durchdachte Ergänzung für den Familienalltag und sorgt für viele strahlende Kinderaugen (und zufriedene Eltern, die endlich ihre Smartphones zurückerobern 😉).

Für uns war der Kauf der Wobie Box Classic jedenfalls eine Entscheidung, die wir nicht bereut haben. Im Gegenteil, wir freuen uns auf die vielen weiteren musikalischen Abenteuer, die unsere Tochter mit ihrer kleinen violetten Musikbox erleben wird.